EN 1836 Persönlicher Augenschutz

Persönlicher Augenschutz – Sonnenbrillen und Sonnenschutzfilter für den allgemeinen Gebrauch und Filter für die direkte Beobachtung der Sonne
Die gesetzlichen Vorschriften (u.a. qualitative und leistungsbezogene Mindestanforderungen) für Sonnenbrillen und Schutzfilter für den allgemeinen Gebrauch sind in der Norm SN/EN 1836 definiert. Ebenso fünf Kategorien nach Filterwirkung im sichtbaren Bereich.

Schutz vor Blendung
Das menschliche Auge sieht optimal bei einer Helligkeit bzw. Beleuchtungsstärke von 10`000 Lux. In Städten mit vielen hellen Fassaden und anderen reflektierenden Flächen, am Wasser, in grosser Höhe oder in schneebedecktem Gelände kann es zu wesentlich höheren Helligkeiten mit bis zu 10facher Strahlungsintensität kommen. Unsere Augen können sich auf unterschiedliche Helligkeiten einstellen (Pupille). Wird die Umgebung jedoch zu hell, kann man unabhängig vom Sehvermögen nichts mehr erkennen. Diese Blendung lässt sich mit einem lichtdämpfenden Filter senken, dessen Stärke durch die Tönung bestimmt ist.

Schutz vor UV-Strahlung
Beim Sonnenschutz muss nicht nur das sichtbare Licht abgedämpft, sondern vor allem auch die unsichtbare UV-Strahlung abgehalten werden. Die Filterung der UV-Strahlung findet im eigentlichen Glas- bzw. Kunststoffmaterial statt und ist unabhängig vom Tönungsgrad. Dunkle Gläser ohne UV-Schutz schaden mehr, als sie nützen. Sie sorgen dafür, dass sich die Pupillen weiter öffnen, wodurch noch mehr UV-Strahlung ins Auge gelangt.

Schutz vor IR-Strahlung
Die normale Infrarot-Strahlung stellt für das Auge keine Gefährdung dar. Gläser mit reduzierter IR-Durchlässigkeit sind vor allem für geschlossene Ski-, Alpin- und Ballonfahrerbrillen empfohlen.

Sicherstellung der visuellen Wahrnehmung
Beim Strandvergnügen mag es lustig sein, alles durch die rosa Brille zu betrachten. Wer auf der Strasse unterwegs ist, sollte jedoch auch mit Sonnenschutzbrille über eine optimale visuelle Wahrnehmung verfügen. Eine verkehrstaugliche
Sonnenschutzbrille darf nicht zu dunkel sein (18–43% Lichtdurchlässigkeit) und die Signalfarben nicht verfärben.


Quelle: Schweizer Optikerverband

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